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Mit Vaseline und gutem Gummi

Damit Autofahrer gut durch die kalte Jahreszeit kommen, sollten sie ihren Wagen auf Eis und Schnee vorbereiten. Oft ist nicht einmal ein Werkstattbesuch notwendig.
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© dpa-tmn/JanWoitas

Autofahrer, die ihren Wagen winterfest machen möchten, sollten nicht nur an den Reifenwechsel denken. Basis für eine gute Wintervorbereitung ist eine gründliche Autowäsche. „Mit einer anschließenden Konservierung mittels Politur und Wachs ist der Lack gut geschützt vor Feuchtigkeit und Salz“, sagt Eberhard Lang vom Tüv Süd aus München. Nicht zu vergessen auch die Pflege der Türgummis, um ein Zufrieren der Tür bei hohen Minusgraden zu verhindern. „Vaseline, Hirschtalk oder Talkum sind dabei allerdings nicht die wirkungsvollsten Mittel. Besser und nachhaltiger wirksam sind glyzerin- oder silikonhaltige Pflegestifte und Sprays“, sagt Gerrit Reichel von Auto Club Verkehr (ACV) in Köln.

Zu einem Wintercheck gehört außerdem das Überprüfen des Frostschutzes im Wischwasser sowie im Kühlwasserbehälter des Motors. „Das sind Arbeiten, die jeder Autobesitzer auch selbst ohne großen Aufwand zu Hause durchführen kann“, meint Reichel. Ein Prüfgerät für den Frostschutz gebe es im Zubehörhandel, für mindestens minus 20 Grad sollte der Schutz ausgelegt sein.

Batterie und Akku pflegen

Eher ein Fall für den Fachmann in der Werkstatt ist ein Blick auf die Bremsflüssigkeit. Diese zieht Wasser an. „Wird der Wasseranteil zu hoch, kann die Bremsanlage unter Umständen komplett ausfallen und der Tritt aufs Pedal geht ins Leere“, warnt Lang. Auch ein Blick auf das Motoröl lohne bei dieser Gelegenheit, denn gerade bei kalten Außentemperaturen sei es wichtig, mit einem gut geölten Motor unterwegs zu sein, da diese Flüssigkeiten im Winter träger reagierten.

Ein Klassiker im Winter sind leere Batterien. Diese fühlen sich bei warmen 20 Grad am wohlsten, und die Leistung lässt im Winter entsprechend nach. Wartungsfreie Batterien sollen das eigentlich verhindern. „Es ist trotzdem ratsam, auch bei diesen Batterien einmal im Jahr den Flüssigkeitsstand in den Zellen zu überprüfen und gegebenenfalls mit destilliertem Wasser aufzufüllen“, rät Reichel. Die Batterie sollte stets sauber gehalten und der feste Sitz der Polklemmen überprüft werden.

Was für den Verbrenner gilt, trifft auf Elektroautos erst recht zu. Dennoch sind E-Autos genauso wintertauglich wie Benziner oder Diesel. „Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel Norwegen, wo sich inzwischen mehr als 40 Prozent der Neuwagenkäufer für ein Elektroauto entscheiden“, sagt Volker Blandow vom Tüv Süd. Der Experte schätzt den Reichweitenverlust von E-Autos im Winter auf bis zu 30 Prozent ein, verweist aber darauf, dass auch Verbrenner bei Minusgraden mehr Sprit beanspruchten.

Gleichzeitig können E-Autofahrer im Winter einiges für den Akku tun. „Wer die Möglichkeit hat, sollte das Auto in der warmen Garage parken“, empfiehlt Blandow. Vorteilhaft sei auch, das Auto erst vor der morgendlichen Abfahrt zu laden, denn so habe die Batterie beim Losfahren bereits Betriebstemperatur erreicht.

Kratzer, Tuch und Feger immer dabeihaben

Unerlässlich ist in jedem Fall ein gutes Paket mit Winterutensilien im Auto. Dazu zählt der Tüv Süd einen Eiskratzer für die Scheiben, Anti-Beschlagtücher für die Innenscheiben, einen Handfeger für Schnee und eine Taschenlampe. Eine warme Decke und Handschuhe sind bei einem unerwarteten Stau Gold wert. In die Manteltasche hingegen gehören ein Türschlossenteiser und eventuell auch ein Eisfrei-Spray.

„Diese Sprays ermöglichen auf vergleichsweise komfortable Weise das Enteisen der Scheiben. Zudem ist diese Methode schonender als die Verwendung eines Eiskratzers“, meint Reichel. Eine andere gute Möglichkeit seien Eisschutzfolien, die nicht nur die Scheibe frei hielten, sondern auch das Festfrieren der Wischergummis verhinderten. Ist das passiert, sollten Autofahrer sehr vorsichtig zum Beispiel mit Eisfreispray zu Werke gehen, damit die Gummis nicht einreißen. (dpa/tmn)

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