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Italien: In den Metropolen gehen Preise zurück – Doch Urlaubsdomizile am Wasser immer beliebter
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Die steigenden Kreditzinsen haben für ordentlich Abkühlung am überhitzten Immobilienmarkt gesorgt. Eine Ausnahme gibt es: Ferienhäuser am Meer. Sie sind beliebt wie selten zuvor – entsprechend kräftig steigen die Preise.

Die Zinsen haben mittlerweile wieder ein Niveau erreicht, das für viele kaum mehr zu stemmen ist. Auch Investoren überlegen sich Immobilienkäufe bei den derzeit hohen Refinanzierungskosten und Risiken im Markt zweimal.
Die Folge ist, dass in den italienischen Metropolen die Preise im Schnitt merklich zurückgehen; das Volumen der Investitionen in Immobilien ist italienweit im ersten Quartal laut Angaben der Beobachtungsstelle für den Immobilienmarkt um sage und schreibe 73 Prozent eingebrochen.

„Seit Ende der Lockdowns verstärkt zu beobachten“
Davon nicht betroffen, scheint der Traum vom Haus am Meer zu sein. Dieser Bereich wächst entgegen dem Markt mit hohem Tempo. Die Zahl der Transaktionen (Käufe und Verkäufe) kletterte allein im Gesamtjahr 2022 um 13,3 Prozent nach oben. Der Trend hält bis heute an.
Die Gründe: „Es ist bei Kaufinteressenten nach wie vor ein großes Bedürfnis nach Freiräumen spürbar. Dieses Phänomen ist seit dem Ende der Corona-Lockdowns verstärkt zu beobachten“, so Alessandro Ghisolfi, Leiter des Forschungszentrums von AbitareCo, zu „Milano Finanza“.  „Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Verbreitung von Smart Working, die dem Markt einen starken Auftrieb verleiht“, so Ghisolfi weiter.
Die Nachfrage ist also ungebrochen, was zu einer Teuerungswelle bei Ferienhäusern am Meer führte. Um bis zu 7 Prozent hätten sich die Preise für diese Objekte von 2021 auf 2022 erhöht, wobei der Schnitt zwischen 5 und 6 Prozent lag.

Interesse vor allem in diesen Regionen groß
Interessant dabei ist, dass vor allem Regionen in Nord- und Mittelitalien ein besonders großes Käuferinteresse spüren, allen voran Ligurien, Venetien, die Toskana sowie die Emilia Romagna.
Die Regionen im Süden, vor allem Apulien, Kampanien, Sizilien und Sardinien melden laut AbitareCo hingegen weit weniger starke Preisanstiege bei Urlaubsimmobilien.
„Der Hauptfaktor, der die Werte im Süden etwas eingebremst hat, ist sicherlich das geringere Angebot an neuen Häusern und die Qualität des Bestands, es gibt nämlich eine große Anzahl von Immobilien, die von Grund auf renoviert werden müssen“, betont Ghisolfi.

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