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Sie können Leben retten – aber nur, wenn sie gut platziert sind und ordentlich funktionieren: Rauchmelder. Deshalb dürfen sie nicht einfach so an irgendeine Stelle an die Zimmerdecke gehängt werden. Damit sie registrieren können, wann es brennt, brauchen sie auch genug Raum.
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© Andrea Warnecke/ dpa-tmn

Sogar aus dem Tiefschlaf sollen Rauchmelder mit ihrem durchdringenden Warnton Menschen im Ernstfall holen – bei Bränden in Haus oder Wohnung kann das Leben retten. Aber wirklich retten können die Geräte nur, wenn sie an den richtigen Stellen im Raum hängen. Gesetzlich vorgeschrieben sind Rauchmelder in Beherbergungsbetrieben, öffentlichen Gebäuden und überall dort, wo der Gesetzgeber Brandschutzmaßnahmen vorsieht. Empfehlenswert sind sie aber auch im privaten Heim.

 

„Normale“ Zimmer

Rauchmelder müssen möglichst zentral an der Zimmerdecke befestigt werden, und zwar mit einem deutlichen Abstand zu Wänden und Ecken. Dieser Abstand sollte mindestens einen halben Meter, besser noch einen Meter betragen. Ist die Distanz zu Wand- oder Deckenelementen, aber auch zu Lampen geringer, kann die Luft am Gerät nicht gut zirkulieren – und damit auch der Rauch nicht so früh wie möglich an die Sensoren gelangen. Die Zirkulation ist auch der Grund, warum der Rauchmelder nicht in der Nähe von Luftschächten oder dort, wo starke Zugluft herrscht, angebracht werden sollte. Denn der Rauch würde anfangs nur dorthin ziehen, statt den Alarm direkt auszulösen.

Auch die Einrichtung kann zum Problem werden: Immer wieder werden Rauchmelder zwar zunächst korrekt befestigt, dann aber irgendwann mit Schränken oder einem Regal zugestellt. Die Geräte müssen aber frei bleiben.

 

Sehr große Räume

Ein zentral an der Decke montierter Rauchmelder deckt ein bis zu 60 Quadratmeter großes Zimmer sicher ab. Größere Räume, aber auch Zimmer, die von deckenhohen Regalen oder Schränken geteilt werden, brauchen weitere Rauchmelder, damit sie wirklich zuverlässig warnen können.

 

Sehr hohe Räume

Problematisch sind sehr hohe Räume. Die Geräte sind zwar für eine Deckenhöhe von bis zu 6 Metern ausgelegt. In manchen Lofts oder Hallen reicht das aber nicht aus. Grund dafür ist ein physikalisches Phänomen: In jedem Raum steigt warme Luft unter die Decke und bildet dort ein unsichtbares Wärmepolster. Bei höheren Räumen ist dieses Luftpolster so dick, dass der Rauch es nicht durchdringen und die darüber montierten Warngeräte erreichen kann. Deshalb müssen dort Rauchmelder mit Stangen an der Decke tiefer in den Raum geführt werden. Das gleiche Phänomen tritt in Räumen mit offenem Giebel unter Dächern auf. Auch hier sollte der Rauchmelder daher nicht zu hoch befestigt werden. Empfehlenswert ist ein Abstand zur Spitze von 0,5 bis 1 Meter. Und es kommt auf die Dachschräge an: Bei einer leichten Steigung kann der Rauchmelder direkt an der Dachschräge festgemacht werden. Beträgt die Neigung über 20 Grad, sollte das Gerät aber mit Hilfsmitteln in waagerechter Position aufgehängt werden. Eine Ausnahme bilden Zimmer mit Dachschrägen und einem waagrechten Mittelteil von mindestens einem Meter: Genau dorthin gehört der Rauchmelder.

 

Küche und Bad

Für Badezimmer sind Rauchmelder ungeeignet, weil hier der Wasserdampf reihenweise Fehlalarme auslösen würde. Hier ist das Brandrisiko aber auch gering. Anders sieht es in der Küche aus, wo mit dem Herd eine potenzielle Gefahrenstelle steht. Auch hier kommen Rauchmelder an ihre Grenzen: Sie könnten schon auslösen, wenn man nur den Deckel vom Kochtopf hebt oder den heißen Ofen aufmacht. Daher sind in der Küche Wärmemelder oder ein Herdalarm die besseren Lebensretter.

(dpa)

Quelle: Dolomiten-Spezial Bauen - April 2022

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