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EXPERTE: Die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihren Oldie sicher in den Winterschlaf schicken.
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© dpa-tmn/Matthias Tödt

Herbst und Winter rücken näher. Zeit für viele Oldtimer-Freunde und Cabriofahrer, ihren vierrädrigen Liebling in den Winterschlaf schicken. Wie das geht, zeigen Tipps des Auto Club Europa (ACE) und des Fahrzeugaufbereitungsexperten Dieter Thiel.

 

  • Überwintern draußen: Zum Abdecken des Autos sollte man keine Folie benutzen, darunter können sich Schmutz und Feuchtigkeit sammeln, was zu Kratzern beziehungsweise Korrosionsschäden und Schimmelbildung führen kann. Stattdessen greifen Oldiebesitzer auf atmungsaktive, wasserabweisende, weiche Abdeckungen zurück. Man kann den Innenraum mit Tüchern vor UV-Licht schützen, um zu vermeiden, dass Kunststoffe, Stoffe und Leder ausbleichen, spröde und brüchig werden.

 

  • Überwintern drinnen: Hier sollte man auf Trockenheit und Durchlüftung der Räumlichkeit achten. Geeignet können Hallen oder Scheunen sein. In Großstädten bieten Unternehmen Unterstellplätze an. Um Schimmel zu vermeiden, öffnet man die Seitenscheiben idealerweise bis zu 2 Zentimetern. In einem Karton oder einer Box im Auto platziertes Katzenstreu kann der Luft Feuchtigkeit entziehen.

 

  • Der Lack: Vor dem Abstellen ist eine gründliche Außenreinigung mit anschließender Trocknung angesagt. Verschmutzungen könnten ansonsten bei langer Standzeit Lackschäden verursachen. Steinschlagschäden sind dringend beseitigen, um Rost zu vermeiden. Anschließend den Lack mit Wachs versiegeln.

 

  • Das Cabrio-Verdeck: Zur Reinigung eignen sich Seifenwasser oder spezielle Verdeck-Reinigungsmittel. Anschließend sollte man ein Imprägniermittel nutzen, und Scharniere und Schlösser mit Öl oder Fett pflegen. Die Dichtungen und andere Gummiteile halten Vaseline, Talkum oder Glykol geschmeidig. Am besten bleibt das Stoffverdeck in einer entspannten Position einen Spalt geöffnet. Wer ein Verdeck über längere Zeit zurückgeklappt lässt, riskiert Falten und brüchige Stellen.

 

  • Die Innenreinigung: Besonders Lenkrad, Schalthebel und Gurte sind mit Seifenlauge zu säubern, um Schimmel zu vermeiden. Textilien, Teppichböden und Kofferraum saugt man ab und nutzt gegebenenfalls Teppichschaum. Gummifußmatten entfernt man. Leder kann mit spezieller Lederpflege wie Sattlerseife, oder mit stark verdünnter Essigessenz (Vorsicht: intensiver Geruch) gereinigt werden. Danach ist das Leder etwa mit Lederfett geschmeidig zu halten. Wichtig: Alles, was man nass gemacht hat, muss auch wieder getrocknet werden.

 

  • Die Batterie: Die Batterie wird abgeklemmt, um einen Fahrzeugbrand und ein schnelles Entladen zu vermeiden. Da sich auch eine abgeklemmte Batterie mit der Zeit entlädt, kann ein Ladungserhaltungsgerät zum Einsatz kommen. Diese entlädt und lädt die Batterie regelmäßig und verlängert so deren Lebensdauer. Wer keines hat, sollte die Batterie alle 2 bis 3 Monate mit einem Ladegerät nachladen.

 

  • Schutz vor Frost: Der Frostschutz der Kühlflüssigkeit ist zu prüfen, gegebenenfalls muss man Frostschutzmittel nachfüllen. Die Scheibenwaschanlage lässt sich durch einen Winterzusatz schützen. Nach dem Einfüllen die Anlage aber betätigen, damit auch Wischwasserpumpen und -schläuche vor Frost geschützt sind.

 

  • Tanken: Kraftstoff- und Öl-Metalltank sollte man volltanken, um Rost zu vermeiden. Kunststofftanks sind vollzutanken, damit Bakterien wenig Sauerstoff vorfinden – bei einer Standzeit über 4 Monaten sollte man möglichst einen  Kraftstoffstabilisator verwenden. Öl, das nicht mehr bernsteinfarben ist, ist zu wechseln. Wer sich sicher ist, es nicht zu vergessen, kann es auch im Frühjahr wechseln, um mit frischem Öl in die Saison zu starten.

 

  • Räder und Reifen: Radkästen und den Unterboden sowie die Räder sollte man reinigen und trocknen lassen. Vorsicht ist beim Einsatz eines Hochdruckreinigers geboten: Es empfiehlt sich, mindestens einen halben Meter Abstand halten. Der Luftdruck der Reifen ist vor längeren Standzeiten auf den maximal zulässigen Druck zu erhöhen, um Standplatten zu vermeiden. Dafür sollte man unbedingt eine Notiz im Cockpit anbringen, damit nicht vergessen wird, den Druck vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr wieder auf den vom Hersteller vorgegebenen Wert abzulassen. Zudem sollte man, wenn möglich, das Auto aufbocken, um Räder und Fahrwerksteile zu entlasten. Andernfalls kann man das Fahrzeug während der Winterpause auch ein paar Mal vor- und zurückschieben, um Reifen und Radlager zu schonen. Mit Kreide die jeweilige Position markieren, um jedes Mal eine andere Stelle des Reifens zu entlasten.

 

  • Handbremse: Falls es gefahrlos möglich ist, sollte man die Handbremse nicht anziehen, um ein Festgehen der Bremse zu vermeiden.

 

(dpa/tmn)

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