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Jacuzzi, Pool oder Planschbecken?

Icon Calendar18.06.2026

Wasseranlagen im heimischen Garten

In Südtirol erfreuen sich Wasseranlagen im eigenen Garten zunehmender Beliebtheit. Ob Whirlpool, Schwimmbecken oder Planschbecken – wichtig ist, die rechtlichen Vorgaben zu kennen und die passende Lösung für den eigenen Bedarf zu finden.

Die Sommer in Südtirol werden immer heißer – besonders im Etschtal, im Raum Bozen oder rund um Meran. Temperaturen über 30 Grad sind längst keine Ausnahme mehr. Wer einen eigenen Garten besitzt, denkt früher oder später über eine dauerhafte Abkühlungsmöglichkeit nach. Wasser im Garten ist heute nicht mehr nur Luxus, sondern vielfach eine sinnvolle Ergänzung zum Alltag – zur Erholung, für die Kinder oder einfach, um die heißen Tage angenehmer zu gestalten.

Dabei reicht die Bandbreite von kleinen, mobilen Planschbecken bis zu hochwertigen Schwimmbecken oder fest installierten Jacuzzis. Welche Variante infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Grundstücksgröße, Budget, Nutzungswünsche und nicht zuletzt auch die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Planschbecken sind die einfachste Lösung und vor allem bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. Sie lassen sich schnell aufbauen und bei Nichtgebrauch einfach verstauen. Allerdings ist regelmäßiges Wasserwechseln notwendig, da es meist keine Filteranlage gibt. Für den dauerhaften Einsatz sind sie ungeeignet.

Pools, also Schwimmbecken, gibt es in vielen Varianten. Klassische Aufstell-Pools sind vergleichsweise kostengünstig und benötigen keine Bauarbeiten. Wer einen fest eingebauten Pool plant, muss deutlich mehr investieren – nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich: Bau, Technik, Wartung und Genehmigung sollten frühzeitig geklärt werden. Natur-Pools und Bioschwimmteiche sind in Südtirol ebenfalls im Kommen. Sie arbeiten mit biologischer Filterung und sind optisch unauffälliger.

Whirlpools – auch als Jacuzzis bekannt – haben sich als platzsparende Alternative zum Pool etabliert. Die meisten Modelle lassen sich beheizen, sind damit auch im Frühjahr und Herbst nutzbar und benötigen keine große Fläche. Voraussetzung ist jedoch ein geeigneter Stromanschluss und ein stabiler, tragfähiger Untergrund.


Rechtliches: Was ist erlaubt, was nicht?

In Südtirol gelten für den Bau und Betrieb von Wasseranlagen bestimmte Vorgaben. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Gemeinde. Besonders im Bereich der fest installierten Pools und Whirlpools muss im Vorfeld geprüft werden, ob eine Bauanzeige oder gar eine Baugenehmigung erforderlich ist. In vielen Gemeinden Südtirols ist dies bei fix verbauten Becken der Fall – insbesondere dann, wenn sie das Landschaftsbild verändern oder technische Einbauten (Pumpen, Anschlüsse) erfordern.

Auch Schutzgebiete wie Natur-, Landschaftszonen unterliegen besonderen Regelungen. Hier kann bereits das Aufstellen eines Beckens genehmigungspflichtig sein. Mobile Pools und Planschbecken hingegen sind meist genehmigungsfrei – vorausgesetzt, sie stehen nur vorübergehend und werden ohne feste Installation betrieben.

Wichtig ist es, sich frühzeitig mit dem örtlichen Bauamt oder einem Fachplaner abzustimmen. Auch Mindestabstände zu Nachbargrundstücken sowie Sichtschutz oder Einfriedungen können eine Rolle spielen. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich fachlichen Rat ein – viele Pool- und Gartenbaubetriebe in Südtirol kennen die Vorschriften der jeweiligen Gemeinden gut.

Ein weiterer Punkt ist die Wasserquelle. In vielen Fällen wird Trinkwasser für das Befüllen verwendet. In Regionen mit Wassermangel oder stark regulierter Wasserverteilung kann es sinnvoll oder notwendig sein, alternative Systeme wie Regenwassernutzung in Betracht zu ziehen. Auch die Größe des Beckens kann bei der Genehmigung relevant sein – besonders bei Volumen über 10.000 Litern.

Pflege, Technik und laufende Kosten

Neben der Planung spielen auch der Betrieb und die Instandhaltung eine zentrale Rolle. Pools benötigen regelmäßig gereinigtes Wasser, einen funktionierenden Filterkreislauf und bei Bedarf Desinfektionsmittel wie Chlor. Auch Whirlpools müssen regelmäßig gewartet und kontrolliert werden, um Hygiene und Sicherheit zu gewährleisten.

Nicht zu unterschätzen sind die laufenden Kosten. Ein mittelgroßer Pool kann im Sommer mehrere Kubikmeter Wasser benötigen. Auch der Stromverbrauch durch Pumpen, Heizungen oder Beleuchtung sollte einkalkuliert werden. In Südtirol setzen deshalb einige Hausbesitzer auf eine Kombination aus Pool-Technik und Photovoltaikanlage, um die Energiekosten abzufedern.

Wer nachhaltig denkt, kann bei der Befüllung auf gesammeltes Regenwasser zurückgreifen, sofern das System dafür ausgerichtet ist. Auch bei der Wahl der Materialien lässt sich auf umweltfreundliche Alternativen zurückgreifen. Für alle Varianten gilt: Je besser die Pflege, desto länger die Nutzungsdauer und desto geringer das Risiko für Reparaturen. Automatische Filtersysteme, Zeitschaltuhren und Sensoren können helfen, die Wartung effizienter zu gestalten. Für den Winter empfiehlt sich die richtige Einwinterung, um Schäden durch Frost zu vermeiden.

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