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Die wohltuende Kraft der Sauna

Icon Calendar19.12.2025

Gesundheit, Wohl-befinden und Komfort daheim

Eine Heimsauna bietet Entspannung und Wellness direkt zu Hause. Modelle gibt es für jeden Raum und jede Größe, sogar als platzsparende Eckvariante.  

Regelmäßige Saunabesuche bieten viele gesundheitliche Vorteile und tragen zu einem gestärkten Immunsystem bei. Durch die Hitze und die darauffolgende Abkühlung wird die Produktion weißer Blutkörperchen angeregt, wodurch der Körper widerstandsfähiger gegenüber Infektionen wird. Der Wechsel zwischen hohen Temperaturen und kühlenden Duschen regt die Durchblutung an, trainiert das Herz-Kreislauf-System und fördert die Muskellockerung. Diese Entspannung der Muskeln ist insbesondere nach sportlicher Betätigung von Vorteil.

 „Saunieren fördert zudem die natürliche Entgiftung, da der Körper beim Schwitzen Schadstoffe über die Haut ausscheidet“, sagt „Baufuchs“-Herausgeber Florian Gamper. Die verstärkte Durchblutung und die geöffneten Poren verbessern die Hautgesundheit und führen zu einem klareren Hautbild. Außerdem wirkt ein Saunabesuch beruhigend auf das Nervensystem, hilft beim Stressabbau und kann die Schlafqualität verbessern.

Warum eine Sauna zu Hause?

Eine private Sauna bietet viele Vorteile: Sie ist jederzeit und ohne Einschränkungen zugänglich und ermöglicht regelmäßiges, ungestörtes Saunieren in entspannter Umgebung. Neben der Zeitersparnis entfallen Fahrtkosten sowie Eintrittspreise, was sie auf lange Sicht auch finanziell attraktiv macht. In der eigenen Sauna lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit individuell anpassen, was das Erlebnis ganz nach den persönlichen Vorlieben gestalten lässt. Zusätzlich steigert eine Heimsauna den Wert der Immobilie und trägt zu einer guten Lebensqualität bei. Sie ist eine Investition in Wohlbefinden und Gesundheit. „Wie viel eine Sauna kostet, ist schwierig zu sagen, weil der Preis von verschiedenen Faktoren wie von der Größe und Art abhängt“, betont Gamper. „Statische Probleme gibt es keine, wenn man in ein Privathaus eine Sauna einbaut, weil sie in etwa so viel wie ein größerer Kasten wiegt.“

Verschiedene Saunaarten

Es gibt verschiedene Saunaarten, die sich in Heiztechnik, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Atmosphäre unterscheiden. Jede Variante bietet unterschiedliche Vorzüge, die den persönlichen Präferenzen angepasst werden können.

Finnische Sauna

Die finnische Sauna ist der klassische Typ, hohe Temperaturen bei niedriger Luftfeuchtigkeit, oft durch einen Holzofen beheizt. Dieser ermöglicht durch Aufgüsse, die Luftfeuchtigkeit für kurze Zeit zu erhöhen, was das Schwitzen und die Entspannung verstärkt.

Vorteile: intensive Wärme, die starkes Schwitzen und tiefe Entspannung fördert; traditionelles Ambiente durch Holz und natürliche Materialien; Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit flexibel zu regulieren.

Nachteile:Hohe Temperaturen können für manche Personen belastend sein, außerdem benötigt diese Saunaform mehr Platz und verbraucht durch die hohen Temperaturen vergleichsweise mehr Energie.

Infrarotsauna

In einer Infrarotsauna erwärmen Infrarotstrahler den Körper direkt und nicht die Raumluft. Diese sanfte Wärme ist energieeffizient und funktioniert bereits bei niedrigeren Temperaturen.

Vorteile: angenehm mild, energiesparend und einfach zu installieren.

Nachteile:Das klassische Saunaerlebnis fehlt hier, und die Wärme wirkt nur begrenzt tief. Infrarotsaunen sind oft kleiner und meist nur für ein, zwei Personen ausgelegt.

Dampfsauna

Eine Dampfsauna arbeitet bei niedrigeren Temperaturen, bietet aber eine hohe Luftfeuchtigkeit, die durch einen Dampfgenerator erzeugt wird. Sie wirkt wie ein Dampfbad und tut Haut und Atemwegen gut.

Vorteile: Die hohe Luftfeuchtigkeit ist gut für die Haut und die Atemwege, während die milde Wärme sanft entspannt.

Nachteile: Die Feuchtigkeit erhöht den Wartungsaufwand, die Installation ist aufwändiger und gute Belüftung ist erforderlich.

Biosauna

Eine Biosauna ist eine milde Variante der finnischen Sauna mit moderaten Temperaturen von etwa 50 bis 60 Grad Celsius und einer höheren Luftfeuchtigkeit. Sie eignet sich besonders für Anfänger und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Vorteile: angenehm mild, bietet eine Mischung aus Sauna und Dampfbad.

Nachteile: Die milden Temperaturen fördern weniger Schwitzen und sind für erfahrene Saunagänger vielleicht zu wenig intensiv.

Die Wahl der passenden Sauna

Die Entscheidung für die richtige Sauna hängt stark von persönlichen Vorlieben, räumlichen Gegebenheiten, Budget und gesundheitlichen Bedürfnissen ab. Während die finnische Sauna das klassische, intensive Saunaerlebnis bietet, eignen sich Infrarot- und Biosaunen für eine sanftere Wärmeanwendung. Dampfsaunen sind besonders gut für Haut und Atemwege gut, während traditionellere Saunen wie die Rauchsauna einen rustikalen Charme haben. „Es lohnt sich, die verschiedenen Typen sorgfältig abzuwägen, um die optimale Sauna für das eigene Wohlbefinden zu finden“, berichtet „Baufuchs“-Herausgeber Florian Gamper. 

Technische Hinweise zur Installation

Die Installation einer Sauna erfordert spezielle Vorkehrungen bei den Stromanschlüssen, abhängig von der Größe und vom Typ der Sauna...

  • Saunasteuerung: Meistens verfügen Saunen über eine externe Steuerung für den Saunaofen, die ebenfalls über den Stromanschluss mit Energie versorgt wird. Die Verkabelung muss hitzebeständig und feuchtigkeitsresistent sein, um den hohen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit standzuhalten.

  • Kleine Sauna (bis 3,6 kW): Hier genügt ein herkömmlicher ­230-V-Anschluss.

  • Große Sauna (ab 4,5 kW): Für größere Saunen ist ein Starkstromanschluss von 400 Volt erforderlich, der von einem Elektriker installiert werden sollte.

Früher wurden Saunen häufig im Keller eingerichtet, was jedoch oft zu einer seltenen Nutzung führte. Ein besserer Standort ist das Badezimmer, wo die Sauna jederzeit sichtbar und leicht zugänglich ist, was die Motivation zur regelmäßigen Nutzung steigert. Natürlich hängt die Wahl des Standortes auch von den räumlichen Möglichkeiten ab. 

Florian Gamper hat heuer die 16. Auflage des Südtiroler Bau-, Wohn- und Energiehandbuchs „Der Baufuchs“ herausgegeben. Er ist kostenlos erhältlich. Infos auch aufwww.baufuchs.com.  

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