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Auf in die Pause!

Icon Calendar03.08.2026

Weshalb Arbeitsunterbrechungen so wichtig sind

Nur wer viel arbeitet, gilt (fälschlicherweise!) als Top-Performer. Pause? Keine Zeit! Mittagessen gibt es vor dem Laptop. Ein Kaffee mit den Kolleginnen und Kollegen ist nicht drin. Die Arbeit stapelt sich und macht sich ja schließlich nicht von allein. Puh. Ganz schön anstrengend. Dabei sind Unterbrechungen der Arbeit keine Zeit für Faule, sondern mehr als konstruktiv – und zudem ab einer gewissen Tagesarbeitszeit sogar gesetzlich verpflichtend. Wer gesund durch das Arbeitsleben navigieren will, sollte Pausen genauso ernst nehmen wie die Arbeit selbst.

Studien zeigen ganz klar, dass regelmäßige Pausen die Produktivität steigern können. Das bedeutet auch, dass Menschen, die darauf achten, Pausen einzulegen, sowohl kreativer als auch konzentrierter arbeiten. Doch auch für die kognitive Leistung sind kurze Unterbrechungen relevant, denn durch sie wird die Gedächtnisleistung konstant aufrechterhalten und verbessert. Überhaupt helfen Pausen dabei, angestauten Stress abzubauen und das Risiko eines Burnouts zu verringern. Sie fördern also die körperliche Gesundheit, auch weil sie dem Bewegungsmangel – zum Beispiel in klassischen Bürojobs – entgegenwirken. Sie ermöglichen eine Regeneration des Körpers und des Geistes. Eine einfache Methode, sich zu erholen und die Energie wieder aufzuladen. Insbesondere in einem Arbeitsumfeld, das durch ständige Ablenkungen geprägt ist (z. B. digitale Medien), sind Pausen entscheidend für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit. Letztlich ist es wichtig, eine Kultur der Achtsamkeit gegenüber Pausen zu schaffen, um langfristig erfolgreich und gesund arbeiten zu können.

Methoden für effektive Pausen

Wer sich schwer tut, Pausen regelmäßig einzubauen, findet mit gewissen Techniken eine Unterstützung, um eine Routine aufzubauen...

Pomodoro-Technik

Diese Methode besteht darin, 25 Minuten konzentriert zu arbeiten, gefolgt von einer 5-minütigen Pause. Nach vier „Pomodori“ wird eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten eingelegt.

Bewegungspausen

Hier werden die Pausen für kurze Bewegungseinheiten genutzt. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft oder einfache Dehnübungen können helfen, Verspannungen zu lösen, und den Kreislauf anregen.

Atemübungen

Durch gezielte Atemübungen oder auch eine kurze Meditation in der Pause schafft man es, Stress abzubauen und den Geist zu beruhigen. So startet man entspannt in die nächste Arbeitsphase. 

Digital Detox

Die Pausen sollten frei von Bildschirmen sein. Der Blick auf das Handy und endloses Scrollen verringern den Erholungseffekt. Besser greift man zu einem Buch oder setzt sich einen Moment in die Sonne. 

Tipps zur Integration von Pausen in den Arbeitsalltag

Auch die Umgebung ist wichtig, um ein geeignetes Pausen-Ambiente zu etablieren. Diese Punkte können dabei helfen...

Planung

Pausenzeiten sollten fest in den Arbeitstag integriert werden. Erinnerungen und Blocker im Kalender oder Apps können helfen, die Pausenzeiten einzuhalten und auch Kollegen zu signalisieren, dass man gerade eine Arbeitspause einlegt. 

Umgebung gestalten

Das Büro beziehungsweise der Arbeitsplatz sollte zu einem angenehmen Ort gestaltet werden. Ein gemütlich eingerichteter Schreibtisch schafft eine Atmosphäre, die einen auch in der Pause zur Ruhe kommen lässt. 

Pausenrituale entwickeln

Wer für seine Pause immer einen ähnlichen Ablauf einplant, schafft es leichter, diese auch einzuhalten. Das könnte zum Beispiel ein Kaffee sein oder ein Spaziergang über den immer selben Weg.

Feedback einholen

Der Austausch unter Teammitgliedern, wie sie ihre Pause gestalten, hilft einem selbst, gute Rituale und Struktur in seine Pausengestaltung zu bringen. Vielleicht kann man eine Idee für sich selbst adaptieren oder auch die Pause gemeinsam verbringen.

Rechtliche Aspekte in Italien

In Italien gibt es spezifische Regelungen zu Arbeitszeiten und Pausen, die Arbeitgebende einhalten müssen, um Mindestpausen sicherzustellen.

  • Arbeitszeitgesetz: Laut dem italienischen Arbeitsrecht haben Arbeitnehmende Anspruch auf eine Pause von mindestens zehn Minuten bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als sechs aufeinanderfolgenden Stunden.

  • Flexibilität im Homeoffice: Im Homeoffice gelten ähnliche Regelungen wie im Büro; jedoch haben Arbeitnehmende hier oft mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Pausenzeiten. Es besteht die Gefahr der stetigen Erreichbarkeit und einer entgrenzten Arbeitszeit. Daher sollten Arbeitnehmende auch im Homeoffice strikt auf sich selbst achten und Pausenzeiten entsprechend einhalten. 

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