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Das erfolgreiche Job-Interview

Icon Calendar27.03.2026

 Bewerbungsgespräch: Tipps und Tricks 

Als Bewerberin oder Bewerber den Verlauf und das Resultat des Vorstellungsgesprächs direkt mitbestimmen? Das muss kein Wunschtraum sein. Denn mit den passenden Tipps und Tricks und der richtigen Taktik hinterlässt man einen bleibenden Eindruck, und die Chancen, die Stelle auch zu bekommen, steigen.

Pünktlichkeit

Wer sich für einen neuen Job bewirbt, der möchte gewissenhaft und zuverlässig wahrgenommen werden. Pünktlichkeit gehört definitiv dazu. Am besten erscheint man ca. 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin. Viel zu früh zum vereinbarten Termin zu kommen, kann hingegen einen negativen Eindruck machen.

Vorbereitung & „Cultural Fit“

Der wichtigste Tipp ist die gute Vorbereitung. Vor jedem Vorstellungsgespräch sollten Bewerber sich umfassend über die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen informieren. Am einfachsten geht das über das Internet – von der Webseite des Unternehmens über die unternehmenseigenen Social-Media-Kanäle. Es geht darum herauszufinden, wie das perfekte Profil eines Bewerbers für die jeweilige Stelle aussehen würde, und die Werte und die gelebte Kultur des Unternehmens kennenzulernen und zu verstehen. Cultural Fit nennt man die Übereinstimmung eines Bewerbers mit der Unternehmenskultur.

Stärken kennen

Bewerber sollten ihren Lebenslauf nicht nur gut zu Papier bringen können, sondern im Rahmen des Gesprächs auch flüssig und schlüssig davon erzählen können. Ziel ist es, zu betonen, warum gerade er oder sie perfekt zur ausgeschriebenen Stelle passt. Personaler legen viel Wert auf relevante Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen. Die Erzählungen aus dem eigenen Lebenslauf sollte man dementsprechend fokussieren. Fähigkeiten und Skills lassen sich am besten über konkrete Beispiele erläutern. Wichtig sind außerdem Ehrlichkeit und Mut zur Lücke. Kann ein Bewerber z. B. nicht gut mit Excel umgehen, sollte er das ehrlich sagen und zum Ausdruck bringen, dass er es lernen möchte. Zeigt sich später, dass wichtige Kenntnisse oder Überzeugungen fehlen, schadet das sowohl dem Unternehmen als auch dem Bewerber.

Das Outfit ist ein Statement

Kleider machen Leute – noch immer. Und zum Cultural Fit zwischen Bewerber und Unternehmen gehört auch der Dresscode. Hat die Recherche zum Unternehmen hier nicht weitergeholfen, empfiehlt es sich, lieber schick und elegant zu erscheinen als zu leger. Auf Flip-Flops, Shorts und Tanktops sollte man verzichten.

Neben der Art der Kleidung kann auch die Farbauswahl einen Einfluss haben. Ein Blick in die Farbensymbolik kann bei der Auswahl helfen:

  • Weiß: perfektionistisch, organisiert

  • Schwarz: ehrgeizig, stark

  • Grau: seriös, neutral

  • Rot: selbstbewusst, vital

  • Blau: ausgeglichen, ehrlich

  • Grün: ausdauernd, harmonisch

  • Gelb: offen, kreativ

Spiegeln & Fragen stellen

Beim Mirroring, dem Spiegeln, werden die Verhaltensweisen des Gegenübers übernommen, also gespiegelt. Dadurch erscheint man dem Gegenüber ähnlicher und wird ihm sympathischer. Denn generell gilt: Menschen, mit denen wir viel gemeinsam haben, erscheinen uns anziehender. Gespiegelt werden können Gesten und Körperhaltung sowie die Tonlage (laut/leise) und oft benutzte Wörter. Allerdings sollte das Mirroring immer nur dezent eingesetzt werden, da es sonst übertrieben wirken kann.

Wer im Vorstellungsgespräch außerdem eigene Fragen parat hat und stellt, zeigt Initiative und macht echtes Interesse an der Stelle deutlich. Fragen kann man bereits vorbereiten, etwa über den Arbeitsplatz, das Team oder mögliche Fortbildungen.

Das sollte man im Vorstellungsgespräch vermeiden

Unehrlichkeit

Wer im Vorstellungsgespräch nicht die Wahrheit sagt oder gar Lügen auftischt, fliegt damit irgendwann auf. Sollte es sich im Laufe der Probezeit herausstellen, dass man gewisse Kompetenzen doch nicht hat, kann das eine fristlose Kündigung zur Folge haben. Daher: Lieber ehrlich sein und alle Karten auf den Tisch legen.

Unwissenheit und Desinteresse

Wer schlecht vorbereitet, unpünktlich oder in Jogginghose zum Gespräch kommt, macht einen desinteressierten Eindruck. Ebenso sollte man während des Gesprächs ehrliche Aufmerksamkeit zeigen.

Frühere Arbeitgeber kritisieren

Vielleicht hat man sich auf die neue Stelle beworben, weil man im alten Job unglücklich war oder beim vorherigen Arbeitgeber schlechte Erfahrungen gemacht hat. Im Job‑Interview haben diese Themen aber keinen Platz. Wer sich schlecht über die frühere Firma äußert, zeigt sich wenig loyal und macht sich damit auch für den neuen Arbeitgeber unattraktiv.

Negative Körpersprache

Nervös an Fingernägeln kauen, abwehrend die Hände verschränken oder mit den Augen rollen – all das hinterlässt keinen guten Eindruck. Auch nonverbal, also mit unserer Körperhaltung, Mimik und Gestik, kommunizieren wir ständig und geben ein Bild von uns ab. Dessen sollte man sich stets bewusst sein. Dabei gilt: Im Bewerbungsgespräch am besten bei sich bleiben und sich nicht verstellen.

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