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Mehr Gehalt?

Icon Calendar22.05.2026

So wird die Verhandlung ein Erfolg

Der Job macht Freude und Spaß, und in letzter Zeit konntest du erfolgreiche Projekte abschließen und tolle Leistungen verbuchen? Dann wird es Zeit für eine Gehaltserhöhung. Aber wie und wann fragt man am besten danach und wie wird die Verhandlung zum Erfolg? Mit diesen 5 Tipps gelingt’s.

1. Richtigen Zeitpunkt wählen

In vielen Unternehmen gibt es einen fixen Zeitpunkt im Jahr, an dem Gehaltssituationen neu begutachtet werden. In der Regel findet diese Begutachtung in Zusammenhang mit einem umfassenden Mitarbeitergespräch statt. Auch wenn es solche fixen Termine nicht gibt, sollte man den Zeitpunkt der Gehaltsverhandlung gut und mit Bedacht wählen. Statistisch gesehen gilt der Jahresanfang als idealer Zeitpunkt mit dem höchsten Erfolgspotenzial für Verhandlungen. Und das nicht ohne Grund: Mit Verweis auf Leistungen aus dem Vorjahr gelingt es den Mitarbeitern statistisch gesehen häufiger, ihre Chefs zu überzeugen. Außerdem gibt es in vielen Unternehmen noch unverplantes Budget, was die Chancen auf eine Gehaltserhöhung steigen lässt. Aber das Timing allein bringt noch keinen sicheren Erfolg.

2. Gute Vorbereitung

Der Termin mit dem Vorgesetzten ist fixiert? Nun geht es an die Vorbereitung. So wie ein Journalist sich auf jedes Interview vorbereitet, so penibel und genau sollte man auch sein eigenes Gehaltsverhandlungsgespräch vorbereiten. Die eigenen Argumente sollten klar und gut strukturiert sein. Gerne können eigene Erfolge auch in Tabellen oder Präsentationen dargestellt werden – damit die Führungskraft im wahrsten Sinne des Wortes alle Erfolge „auf einen Blick“ sieht. Nicht nur die eigenen Argumente gilt es vorzubereiten, auch mögliche Gegenargumente sollte man vorbereitet sein und sachlich argumentieren können. Etwa warum es bei einem Projekt trotz einiger Erfolge auch die eine oder andere Verzögerung gibt.

3. Komunikation

Im konkreten Gespräch mit der Führungskraft gilt es nun, die Argumente so zu verpacken, dass sie auch richtig ankommen. Dabei sollten die Wahl der Worte und auch eine respektvolle Haltung stets berücksichtigt werden. Wer eine Gehaltserhöhung anstrebt, sollte eigene Leistungen nicht nur auflisten, sondern auch mit konkreten Beispielen untermauern können. Auch Weiterbildungen oder neue Qualifikationen können als Argumente für mehr Gehalt hinzugezogen werden. Ein Argument ist auch mehr Verantwortung. Wer neue Aufgaben oder Projekte übernommen hat, kann dies als Argument für eine Gehaltserhöhung anführen. Persönliche Beweggründe wie gestiegene Lebenshaltungskosten oder eine höhere Miete sind unangebracht. Auch von Vergleichen mit anderen Mitarbeitern sollte man absehen. Schließlich geht es in diesem Gespräch um deine Leistung und nicht um die der anderen im Team.

4. Realistische Forderungen

1.000 Euro mehr Gehalt pro Monat? So einer Forderung werden Führungskräfte nicht nachkommen können. Daher gilt es: Kenne deinen Marktwert, recherchiere im Vorfeld, was vergleichbare Positionen in Unternehmen in deiner Region verdienen, und schieße nicht über das Ziel hinaus. Wenn du von deinen Vorgesetzten ernst genommen werden möchtest und eine positive Antwort erwartest, solltest du ihnen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen bieten. Das gilt aber auch umgekehrt. Verkaufe dich nicht unter Wert und fordere ein, was dir zusteht und was du wert bist. Sei dir stets im Klaren, dass eure Leistung auch entlohnt werden muss und dass ihr dies ganz selbstverständlich einfordern könnt – und müsst!

5. Flexibel bleiben

Die Gehaltsverhandlung wurde nicht genehmigt? Nicht aufgeben. Vielleicht gibt es anstatt des Geldes auch noch andere Benefits, die ein guter Kompromiss sein könnten? Mehr Homeoffice, ein Zeitkonto oder anderes? Wer flexibel bleibt und sich nicht auf ein bestimmtes Ziel festnagelt, der hat langfristig mehr Aussicht auf Erfolg und Zufriedenheit im Job. Und so heißt es immer wieder am Ball bleiben und nachfragen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal auch mit der Gehaltsaufbesserung.

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